Adventbräuche

Advent wie er früher war und ein kleiner Auszug typischer, österreichischer Adventbräuche…

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass der Advent früher einmal viel länger war. Der Ursprung des Wortes Advent kommt von dem lateinischen „advenire“ und bedeutet soviel wie Erwartung oder Ankunft. Der Advent ist also eine Vorbereitungszeit auf Christi Geburt, die ursprünglich einmal fünf bis sechs Wochen dauerte. Im Jahr 542 n. Chr. wurde diese Vorbereitungszeit dann auf 4 Wochen begrenzt.  Man glaubte damals, dass die Welt zu Christi Geburt genau 4000 Jahre alt gewesen war, die vier Adventswochen stehen also für jeweils ein Jahrtausend, dass die Menschheit mit dem Warten auf die Ankunft des Heilands verbracht hat. Noch vor nicht allzu langer Zeit war der Advent eine strenge Fastenzeit – man sollte sich auf das Wesentliche besinnen und Buße tun, es gab also keine Kekse, nicht so viele Geschenke, keine stressigen Einkaufswochenenden und ganz viel Zeit im Kreise der Familie… Der Advent hat sich im Laufe der Jahrhunderte verändert, viele Bräuche sind aber bestehen geblieben und werden auch heute noch in Österreich gefeiert und zelebriert…

Der Adventkranz

Der Ursprung des Adventskranzes liegt im protestantischen Norddeutschland. In einem Hamburger Waisenhaus wurden im 19. Jahrhundert mit den Kindern täglich Adventsandachten gefeiert, während diesen Andachten hat man jeden Tag eine zusätzliche Kerze in einem riesigen Holzkronleuchter entzündet. In Österreich hat sich diese Tradition und der herkömmliche Adventskranz mit seinen vier Kerzen erst im 20. Jahrhundert durchgesetzt. Seine runde Form steht für die Unendlichkeit Gottes, das Grün der Tannenzweige symbolisiert Leben und Hoffnung und die meist rote Farbe der Kerzen soll an die Liebe erinnern. Bei einem Großteil der Österreicher steht an den Adventwochenenden so ein Kranz auf dem Tisch und rund um das Entzünden der Kerzen wird meist viel gesungen, gelacht und geschlemmt.

Barbarazweige

Am 4. Dezember – dem Gedenktag der heiligen Barbara – werden in Österreich vielerorts Kirschzweige abgeschnitten und in einer Vase eingefrischt. Wenn bis zum Weihnachtstag aus den kahlen Zweigen Knospen erblühen, so bedeutet das Glück und Segen für die Familie. Auch hier handelt es sich wieder um ein Sinnbild für den Sieg des Lebens über den Tod.

Nikolaus und Krampus

Am 5. Dezember kommt der Krampus und am Tag darauf dann der Nikolaus. Ein Brauch der früher zur Erziehung der Kinder (die bösen, nicht artig gewesenen Kinder wurden vom Krampus geholt und wer aber brav und artig war, bekam vom Nikolaus Geschenke), Heiligenverehrung und Vertreibung von bösen Wintergeistern diente und sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut.

Während der Nikolaus in seinen unterschiedlichsten Erscheinungsformen (etwa Santa Klause in Amerika und Sintaklaas in Holland) weltweit bekannt ist, gibt es den Krampus nur bei uns in Österreich und Teilen von Deutschland und Tschechien. Wer besonders schaurige Krampuspassen sehen möchte, hat in den verschiedensten Orten und Dörfern Gelegenheit dazu. Dort begleiten sie einen wunderschön gekleideten Nikolaus und sind mit Pferdeschwanzruten und langen Hörnern ausgestattet…

Bei uns in Obertauern findet am 09.12.17 die bereits legendäre Krampusparty mit Schaulauf hunderter Krampusse statt – ein unvergessliches Erlebnis, dass Mystik und Brauchtum einzigartig verbindet und das Sie sich nicht entgehen lassen sollten!

Danke fürs Weitersagen!
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